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Für jeden eine gute Anlage


Das Bestandsgut Gold

Gold ist ein Bestandsgut und kein Konsumgut. Dies ist – neben den herausragenden physikalischen Eigenschaften (siehe auch: Gold, das außergewöhnliche Metall) – eine essentielle Charaktereigenschaft des Metalls, welche für ein umfassendes Verständnis näher beleuchtet werden muss.

Gold verschwindet nicht

Die allermeisten Rohstoffe werden produziert, um verbraucht zu werden. Gold hingegen wird gefördert, um es zu besitzen. Der Nutzen von Öl entsteht, wenn man es verbrennt, und der Nutzen von Weizen entsteht, wenn man ihn verzehrt. Mit der Benutzung eines Verbrauchsrohstoffs erlischt der ursprüngliche Wert des Rohstoffs. Der Nutzen von Anlagegütern wie zum Beispiel Gold oder auch Silber besteht hingegen in deren Besitz und in einem möglichen späteren Weiterverkauf.

Weiterverarbeitung von Gold

Gold wird dabei mitunter zu Kunst- oder Schmuckgegenständen sowie zu Medaillen, Münzen, Barren etc. weiterverarbeitet. Diese Weiterverarbeitung dient als Mittel zum Zwecke der Erfüllung des Begehrens nach Schönheit und kulturellem Ausdruck.

Hortung und Zurückgewinnung

In der „Hortung“ des möglicherweise aufwendig weiterverarbeiteten Goldes liegt aber der eigentliche wirtschaftliche Nutzen, nicht in seinem Verbrauch. Weil sich Gold so einfach verarbeiten lässt, kann der Goldgehalt leicht und praktisch ohne Verlust aus verarbeitetem Schmuck wieder in seine Reinform umgewandelt werden. Im Unterschied zu den meisten anderen Rohstoffen ist das Recycling von Gold deshalb ein wesentlicher Teil der Angebotsseite.

Inflationsresistenz von Gold

Die Tatsache, dass Gold seit Jahrtausenden gefördert und gehortet, de facto aber nicht verbraucht bzw. zerstört wird, verhalf dem Edelmetall die Eigenschaften eines Bestandsgutes anzunehmen und die eines Verbrauchsgutes abzulegen. Dies hat folgende entscheidende Konsequenz auf die bestehende Gesamtmenge von Gold: Die jährliche Fördermenge von Gold ist relativ unbedeutend im Verhältnis zum bereits existierenden Goldbestand. Man kann sich als Besitzer von Gold sicher sein, dass die bestehende Gesamtmenge relativ konstant bleibt und dass der Goldbestand nicht inflationär ausgeweitet werden kann.

Stock-to-Flow-Verhältnis

Das Verhältnis zwischen jährlicher Förderung und dem gesamten Bestand bezeichnet man als Stock-to-Flow-Ratio. Der „Stock“ bezeichnet die Menge an jemals gefördertem Gold, ca. 177.000 Tonnen. Die jährliche Förderung belief sich im Jahr 2013 auf knapp 3.000 Tonnen. Dies nennt man „Flow“. Dividiert man die beiden Beträge, so erhält man eine Stock-to-Flow-Ratio von knapp 59 Jahren. Dies bedeutet, dass es – bei gleichbleibender Produktion – 59 Jahre dauern würde, um den Goldbestand zu verdoppeln. Der Goldbestand wächst demnach jährlich um etwa 1,7%.

Krisensicheres Gold

Was hat die Unterscheidung zwischen Verbrauchsgut und Bestandsgut nun für Auswirkungen? Ist der Bedarf eines Verbrauchsgutes kurzfristig höher als die Produktion, so werden die Lagerbestände aufgezehrt. So kann beispielsweise die Weizenproduktion in Folge von Dürreperioden deutlich einknicken. Auch die Ölförderung kann in Folge politischer Krisen deutlich rückläufig sein. Nachdem die Lagerbestände von Weizen und Öl jedoch den Konsum nur für wenige Monate abdecken, kann es schnell zu Engpässen kommen. Würde die Gold-Produktion hingegen für ein Jahr ausfallen, so sind die Konsequenzen für die bestehende Goldmenge relativ gering. Die knapp 177.000 Tonnen als Bestand fungieren als riesiges „Warenlager“. Für den Goldbesitzer ist es weitgehend egal, ob sein Metall vor 1.000 Jahren oder vor wenigen Monaten gefördert wurde.

Eine möglichst konstante Gesamtmenge ist auch eine wesentliche Voraussetzung für den monetären Nutzen eines Metalls. Nur Gold und teilweise Silber weisen die Eigenschaften eines Bestandsgutes auf. Selbst die anderen Edelmetalle wie Platin und Palladium unterscheiden sich dadurch grundsätzlich von Gold, dass sie ganz eindeutig als Verbrauchsgut einzustufen sind, d.h. ein wesentlicher Teil der Nachfrage stammt aus industriellen Applikationen und führt dazu, dass ein Großteil verbraucht wird. Dies ist auch ein wesentlicher Grund, weshalb trotz ähnlicher physikalischer Eigenschaften Platin und Palladium nicht zu bemerkenswerten monetären Edelmetallen avancieren konnten.

Stock-to-Flow: Positive Konsequenzen

  • Starke Produktionsausfälle, aber auch Produktionserweiterungen können leicht absorbiert werden. Selbst wenn die Goldförderung um 50% fällt oder 100% steigt (was sehr unwahrscheinlich ist), hätte dies auf den Gesamtbestand nur eine marginale Auswirkung. Würde hingegen die Weizenproduktion für längere Zeit einbrechen, so hätte dies enorme Auswirkungen auf die Preisentwicklung.
  • Die Stabilität und Sicherheit aufgrund des hohen Stock-to-Flow-Verhältnisses ist ein entscheidender Faktor für die monetäre Bedeutung von Gold. Das Vertrauen in Geld hängt immer davon ab, wie sich die Quantität im Laufe der Zukunft verändern wird. Selbst wenn sich die Geldforderung verdoppeln würde, so hätte dies auf den Bestand nur eine geringe Auswirkung.
  • Der Preis kann – anders als z.B. bei Öl oder Weizen – lange unter die Produktionskosten fallen, nachdem der Handel mit bereits gefördertem Gold nicht erliegen würde. Das häufig zitierte Argument, wonach der Goldpreis niemals nachhaltig unter seine Förderkosten fallen könne, ist somit falsch. Dies erklärt auch, wieso man herkömmliche Angebot-und-Nachfragemodelle am Goldmarkt nur bedingt einsetzen kann.

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