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Initiative Bargeld - "Bares ist Wahres"

Schulden, Daten und Bargeld

31. August 2022

Die Österreicherinnen und Österreicher mögen ihr Bargeld. Während im digitalen Zahlungsverkehr allzu schnell Geld ausgegeben wird, ist bei der Barzahlung immer das gute Gefühl dabei, genau zu wissen, wie viel man ausgibt. „Bargeld ist trotz Corona unverändert die Nummer 1“, führt Thomas Steiner, Direktor der Oesterreichischen Nationalbank aus:


„66 Prozent aller Transaktionen am Point of Sale werden bar getätigt, Beträge unter zehn Euro zahlen gar vier von fünf Menschen bar.“ Entsprechend würden die Menschen die Scheine und Münzen auch nicht missen wollen, so Steiner: „93 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher wollen, dass Bargeld erhalten bleibt, nur fünf Prozent denken, darauf verzichten zu können.“ Entsprechend wächst auch der Banknotenumlauf, und zwar zuletzt um 6,5 % bei den Stückzahlen und 7,7 % Wert auf zuletzt 28,19 Mrd. Stück Banknoten im Wert von 1.544,37 Mrd. Euro mit Ende 2021. Die Banken haben ihre Euro-Bargeldhaltung in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht – von 3,0 Mrd. Euro im Jahr 2016 auf 12,2 Mrd. Euro per Ende 2021. Auch die Zahl der in Umlauf befindlichen Münzen wächst, betont Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze Österreich: „Von 2020 auf 2021 ist ihre Zahl um 219,9 Mio. Stück auf einen Gesamtstand von 8,3 Mrd. Stück im Wert von 1,8 Mrd. Euro gestiegen.“


Wie wichtig den Konsument:innen Bargeld ist, wird auch durch eine Reihe triftiger Argumente untermauert, wie Starsich weiter ausführt: „Barzahlungen sind sicher, weil keine Gefahr von Hackerangriffen oder Phishing-Attacken besteht, sie sind günstig, weil für die Transaktionen keine Gebühren anfallen, und sind auch schnell, weil Zahlungen einfach rasch erledigt sind, ohne Login-Vorgänge oder Code-Anforderungen.“


Auch Bernd Lausecker, Finanzexperte beim Verein für Konsumenteninformation, sieht mehrere Vorzüge: „Bargeld ist ein essenzieller Teil von Freiheit und Hoheit über meine eigenen Daten. Die Freiheit, nicht abhängig zu sein von technischen und sonstigen Voraussetzungen, um meine Geschäfte zu erledigen. Und die Hoheit über meine eigenen Daten, da ich mich mit Bargeld für niemanden, sei es Anbieter, Zahlungsdienstleister oder IT-Konzern, in meinem Einkaufsverhalten transparent präsentiere und Persönliches preisgeben muss, das auch nur allzu rasch auch anderweitig verwendet werden kann. Diese Möglichkeit muss jedem Verbraucher zur Verfügung stehen.“


Wenn dieser Überblick verloren geht, führt der Weg nur allzu oft in die Schuldenberatung. Clemens Mitterlehner, Geschäftsführer der Dachorganisation der staatlich anerkannten Schuldenberatungen, plädiert dafür, schon frühzeitig den Bezug zum Bargeld zu schaffen: „Bargeld ist ein unverzichtbares Mittel, um den Umgang mit Geld zu erlernen. Es schafft einen Bezug zum Wert von Geld, der mit bargeldlosen Zahlungsformen nicht erreicht werden kann. Für Kinder ist das Taschengeld in Münzen und Banknoten das optimale Training für einen eigenverantwortlichen Umgang mit Geld.“


Tatsächlich eine Vielzahl von Vorzügen, die klar für die Barzahlung sprechen, die aber doch mitunter nicht so sehr im Bewusstsein verankert sind. Daher hat die Münze Österreich nun eine Informationskampagne unter dem Titel „Bares ist Wahres“ gestartet, die ab 1. September umfassend informiert.