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Goldentwicklung 1. Quartal 2020

Goldpreis-Korrektur: rascher als erwartet

8. Januar 2020

Nachdem wir im Herbst 2018 nach einer langen Durststrecke erstmals wieder bullish für den Goldpreis wurden und auch für mehrere Quartale blieben, konnte der Goldpreis – Hand in Hand mit einer deutlich lockereren Geldpolitik insbesondere der US-Notenbank – schöne Kursanstiege verbuchen. In Euro testete der Goldpreis Anfang September (nahe dem Tief der globalen Anleiherenditen) sogar sein Allzeithoch aus dem Jahr 2012.

Ebenfalls im September haben wir unseren Ausblick von Kauf auf Neutral gedreht: Vor dem Hintergrund bereits sehr aggressiver US-Zinssenkungserwartungen des Marktes (bereits zu viel Positives eingepreist) und mit der Aussicht auf eine Erholung von „Risky Assets“ und in weiterer Folge auch der Konjunktur 2020 gingen wir seit September einem Topping-Out des Goldpreises aus, gefolgt von einer deutlichen Korrektur in den kommenden Quartalen.

Dieser Ausblick hat sich prinzipiell nicht geändert. Allerdings scheint die Goldpreis-Korrektur vor dem Hintergrund starker Aktienmärkte und eines zuletzt kräftigen Anstieg der US-Anleiherenditen, den wir in dieser Form so schnell nicht erwartet hatten, bereits früher ins Laufen zu kommen. Zwar ist der volatile Goldpreis jederzeit für kurzfristige Anstiege gut, falls es z.B. zu einer neuerlichen Eskalation im Handelsstreit USA/China, massiv schwächeren US-Wirtschaftsdaten oder politischen Turbulenzen kommt.

Unsere Einschätzung, dass in den kommenden Monaten und Quartalen die Abwärtsrisiken für den Goldpreis weiterhin überwiegen, hat sich aber nicht geändert (insb. Ende der geldpolitischen Lockerungen in 2020, aktuelle Stabilisierung der meisten Konjunktur-Vorlaufindikatoren gefolgt von Konjunkturverbesserung im Lauf von 2020, starke Entwicklung der meisten „Risky Assets“). Wir haben dementsprechend bereits Anfang November unsere Quartalsprognosen für den Goldpreis nach unten angepasst, um trotz der jüngsten, rascheren Abwärtsbewegung genug Spielraum in unseren Prognosen nach unten zu haben. Unsere Empfehlung lautet seit damals „Verkauf“.

Zwar bleibt eine kleine Gold-Beimischung eine gute Absicherung gegen extremere Risiko-Szenarien und insbesondere gegen eine von uns auf absehbare Zeit nicht erwartete US-Rezession (in der nächsten US-Rezession erwarten wir unverändert einen Goldpreis von über USD 2000). Wir gehen aber weiterhin davon aus, dass die nächste zyklische Konjunkturverbesserung 2020/21 wieder bessere Einstiegsniveaus für den Goldpreis bieten wird.

Graphik 1 Anlage Newsletter 1-2020

Quelle: Valentin Hofstätter, CFA, Head of Market Strategy/Quant Research; Raiffeisen Bank International

Die hier getätigten Aussagen, Meinungen, Einschätzungen und Prognosen stammen von Raiffeisen Bank International und müssen nicht mit den Aussagen, Meinungen, Einschätzungen und Prognosen der Münze Österreich AG übereinstimmen. Die Münze Österreich AG als Absender des Newsletters weist darauf hin, das aus diesen Inhalten keinerlei Empfehlungen abgeleitet werden dürfen und es sich um Meinungen Dritter handelt für welche die Münze Österreich AG in keiner Weise verantwortlich ist.