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Bares ist Wahres

Bewusst kaufen, bewusst zahlen

Welche Vorteile hat das Bargeldzahlen für den Konsumenten? Welchen Nutzen hat er persönlich davon, welchen die Wirtschaft und welchen die Umwelt? – 79% der Österreicher meinen: Bares ist Wahres!

Logo Initiative Bargeld

Immer mehr Menschen verwenden immer mehr Zeit und Geld darauf, bewusst einzukaufen und bewusst zu konsumieren. Aber auch das Bezahlen will verantwortungsbewusst gestaltet sein.

Zugegeben, es scheint ja allzu einfach, die Karte zu zücken; zumindest suggeriert das die Werbung. Und doch tut es die Mehrheit der Österreicher nicht besonders gern. Laut der im Dezember 2020 veröffentlichten SPACE-Studie der EZB ist für 79% der Österreicherinnen und Österreicher nach wie vor Bargeld das beliebteste Zahlungsmittel.

Barzahlung mit Euro-Scheinen
© Robert Kneschke

 

Barzahlung gehört zu einem nachhaltigen Lebenswandel dazu

Laut aktuellen Studien (PWC) spielen Nachhaltigkeit, Regionalität und Gesundheit eine wichtige Rolle beim Konsum. Insbesondere die Generation Z versucht Plastik zu meiden (37 Prozent) und kauft Produkte mit möglichst wenig Verpackungsmaterial (35 Prozent). Nachhaltigkeit darf dabei durchaus etwas kosten: Knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Befragten würden einen höheren Preis für regionale Produkte in Kauf nehmen. 52 Prozent sind bereit, für Bioprodukte mehr zu bezahlen. Knapp die Hälfte (47 Prozent) würde für nachhaltig verpackte, ökofreundliche Lebensmittel tiefer in die Tasche greifen.

Bei Barzahlung verwenden Sie ein regional produziertes Zahlungsmittel

Konsumenten schätzen lokal produzierte Lebensmittel, die unter strengen Auflagen hergestellt werden und nicht tausende von Kilometern unterwegs sind, bevor sie auf dem Teller landen. Bargeld fördert den Standort Österreich und sichert damit Jobs. Wer hingegen mit Karte zahlt, unterstützt US-amerikanische und asiatische Zahlsysteme. „No cash“ heißt nicht nur nicht-österreichisch, sondern auch nicht-europäisch, und begünstigt Firmen, die wenig oder gar keine Steuern in Europa zahlen.

Barzahlung schont die Umwelt

Mit Kreditkarte zu zahlen ist nicht gerade umweltfreundlich. Wie jede Netzaktivität, so produziert auch die digitale Bezahlmethode CO2. Denn für den Datenverkehr ist es nötig, dass rund um den Globus Server in teils gigantischen Rechenzentren permanent in Betrieb sind. Die Server benötigen Kühlung, die Rechner Unmengen an Strom.

Barzahlung verhindert Steuerausfälle in Österreich

Die Münze Österreich AG zahlt hingegen ihren weltweit erarbeiteten Gewinn zu 100% an das Finanzministerium aus. Das heißt, jeglicher Gewinn, den Münze Österreich erzielt, fließt in den Staatshaushalt. Jeder Gewinn für den Staatshaushalt ist ein Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger, mindert er doch die Steuerlast für jeden Einzelnen. Wussten Sie, dass die weltweit hundert größten Unternehmen ihren Gewinn nicht dort versteuern, wo sie ihn erzielen? Erst die geplante Digitalsteuer soll künftig verhindern, dass Unternehmen durch geschickte Verschiebung von Gewinnen über den Erdball dem Bezahlen von Steuern weitgehend entkommen können.

Sicher bezahlen

Barzahlung klappt immer

Mit Bargeld ist man für alle Eventualitäten gewappnet. Man kann es – nicht nur im übertragenen Sinne – in die Hand nehmen. In stabilen Wirtschaftssystemen kann man sicher sein, sein Geld auf der Bank jederzeit in Bares eintauschen zu können. Digitale Systeme sind störanfällig, und stundenlange Ausfälle können auch das Bankomatsystem betreffen, wie wir alle immer wieder erleben. Aber auch zerkratzte Magnetstreifen auf der Kreditkarte, ein leerer Smartphone-Akku, defekte Kartenlesegeräte oder ein Strom-, Telefon- oder Internetausfall: Schon ist das Bezahlen mit der Karte nicht mehr möglich!

Barzahlung schützt die Privatsphäre

Geldangelegenheiten sind heikel, und das wirft die Frage nach der Datensicherheit auf. Bargeld schützt vor der Dokumentation von Zahlungsvorgängen und somit vor einem Missbrauch der betreffenden Informationen durch Dritte. Auch wer nichts zu verbergen hat, möchte keine lückenlose Dokumentation seines Geldlebens, denn „es geht ja schließlich niemanden etwas an“, so die Meinung vieler.

Ein Bezahlvorgang hinterlässt Datenspuren, die zur Analyse und zukünftigen Beeinflussung des Konsumentenverhaltens genutzt werden können. Daten allerdings, die gar nicht erzeugt wurden, muss man auch nicht vor öffentlichen und privaten Begehrlichkeiten verteidigen.

 

Bargeldzahlung Euro Schein
© Vitta Gallery

Barzahlung ist praktisch

79% der österreichischen Bevölkerung zahlen also lieber bar. Sind folglich 79% von uns von gestern? Oder hielten es diese 79% für übertrieben, für jedes Wurstsemmerl und jeden veganen Kaugummi eine digitale Spur zu hinterlassen?

Studien zeigen, dass es an der Höhe des Betrages und am Standort liegt, an dem man ein Geschäft abschließt, welches Bezahlsystem den Vorzug bekommt. In einigen Bereichen wurde Bargeld längst ersetzt. Ein Lohnsackerl wird schon lange nicht mehr ausgehändigt, und auch der Vermieter klopft nicht mehr an, um den Mietzins zu kassieren. Wenngleich sich unser System immer mehr ausdifferenziert hat, hat Bargeld seine wesentliche Rolle beibehalten. Für die Konsumenten ist es wichtig, den zeitlichen Aufwand beim Zahlungsvorgang am Point of Sale möglichst gering zu halten. Im täglichen Geldleben des Einzelnen scheint die Regel zu gelten: Je kleiner die Beträge, desto eher wird bar bezahlt.

Barzahlung hat keine versteckten Kosten

Wer bar zahlt, weiß, was er ausgegeben hat. Man behält den Überblick über seine Ausgaben, und es gibt keine Zusatzkosten, auf die man bei der Kartenzahlung besonders achten sollte: Jahresgebühr, Rückzahlungsmodalitäten, Sollzinsen, Kosten fürs Abheben oder Fremdwährungsgebühren.

Barzahlung ist sozial

Das Zahlungsmittel Bargeld schließt niemanden von seiner Nutzung aus, im Gegensatz zu elektronischen Zahlungsmitteln, zu denen weltweit viele Bevölkerungsgruppen keinen Zugang haben. Bargeld ermöglicht damit jedem, am Wirtschaftsleben teilzuhaben.

Barzahlung macht souverän

Die Koexistenz von Bargeld und digitalem Geld erhält die Wahlfreiheit. Sie hilft die Souveränität des Konsumenten sichern. Es ist dann jedem oder jeder selbst überlassen, ob er oder sie analoges Geld verwenden möchte, das mit Händen zu greifen ist. Oder digitales Geld, das er oder sie mit den Fingern eintippt, „Fingergeld“ also. Digital kommt aus dem Lateinischen: digitus = Finger. Analog stammt übrigens ab vom griechischen Wort análogos = dem Logos, der Vernunft entsprechend.

 

2-Euro Münze auf Messlehre
© Andreas Balon

Bargeld ist sicher

In der ersten Phase der Pandemie waren die Übertragungswege noch nicht bekannt. Heute weiß man: Das Virus wird vor allem über Aerosole übertragen, also über den Luftweg. „Das auf dem Geldstück klebende Virus würde ich mal weitgehend vergessen“, sagte dazu der Virologe Christian Drosten in einem NDR-Podcast.

Barzahlung vermehrt Schönes

Nicht zuletzt erzählen Münzen Geschichten über Menschen, die Geschichte gemacht haben, und das auf kleinen und mobilen Designobjekten. Es wäre doch schade um all das schöne Geld! Um diesen ganz alltäglichen kulturellen Beitrag Österreichs zum europäischen Geldverkehr. Es wäre doch bedauerlich, wenn die 1-Euro-Münze mit dem Konterfei Mozarts nicht mehr von Hand zu Hand ginge. Es wäre doch schade um das Geldbörsel, in dem man die Secession, das Edelweiß und den Stephansdom immer bei sich hat.

Warum Bares Wahres ist

    KR Hans K. Reisch, SPAR Finanzvorstand

KR Hans K. Reisch, SPAR Finanzvorstand:

„Der Anteil der Kartenzahlungen ist im Lebensmittelhandel seit Beginn der Corona-Pandemie zwar von 30% auf 50% gestiegen, jedoch werden nach wie vor die Hälfte der Einkäufe bar bezahlt. Das ist auch gut so. Wir unterstützen dies gerne und werden auch weiterhin auf jeden Fall unserer Kundschaft Bargeldzahlungen anbieten.“

    Dr. Rainer Trefelik, Bundesspartenobmann der Bundessparte Handel, Wirtschaftskammer Österreich

Dr. Rainer Trefelik, Bundesspartenobmann der Bundessparte Handel, Wirtschaftskammer Österreich

„Dem Konsumenten sollten beim Bezahlen alle Möglichkeiten offenstehen. Neben der Kartenzahlung spielt Bargeld nach wie vor eine wichtige Rolle. Der Kunde steht im Handel im Mittelpunkt und so lange der Konsument mit Bargeld zahlen will, werden die Handelsunternehmen diese Form der Zahlung sehr gerne akzeptieren.“

    Mag. Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze Österreich AG

Mag. Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze Österreich AG

„Wer bewusst einkauft, wer zu regionalen Lebensmitteln greift, weil ihm die eigene Gesundheit und das Wohlergehen der heimischen Produzenten wichtig ist, ist eingeladen, sich auch darüber Gedanken zu machen, wie er bezahlt. Ob mit Karte oder Bargeld, das ist nicht egal!“

Weiterführendes zum Thema

    Unabhängigkeit

BARGELD - DER FAKTENCHECK

ZEHN GUTE GRÜNDE FÜR BARGELD

Bargeld ist geprägte Freiheit, heißt es. Doch Münzen und Geldscheine haben neben Zahlungs- und Recheneinheits-Funktion viele weitere Vorteile. Es gibt 10 wichtige Gründe, die für Bargeld sprechen.

    Oesterreichische Nationalbank

Bargeld bleibt weiterhin beliebtestes Zahlungsmittel im Handel

Bargeld weiterhin beliebtestes Zahlungsmittel in Österreich

Die Bargeldnutzung ist während der Pandemie um 13 Prozentpunkte im Vergleich zu 2019 zurückgegangen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Anteil des Gesamtwertes der Transaktionen am Point of Sale (POS), der sich von 58 % im Jahr 2019 auf 51 % verringert hat. Trotz einem sehr hohen Zahlungskartenbesitz (97 %) bleibt Bargeld in Österreich weiterhin mit 66 % aller Transaktionen am POS das beliebteste Zahlungsmittel der in Österreich lebenden Menschen.

    Initiative Taschengeld

Bargeld als Wertespeicher

Liquidität ist für uns alle ein wichtiges Thema. Rasch Geld zur Hand zu haben, wenn unvorhergesehene Ausgaben auf uns zu kommen, macht unseren Spielraum größer und ist ein gutes Ruhekissen. Viele Experten empfehlen ca. 3 Monatsgehälter als „Notgroschen“ vorrätig zu haben. Kein Wunder, das zwei Drittel des im Umlauf befindlich befindlichen Bargeldes als Wertespeicher genutzt wird. Aber ist in Zeiten von Niedrigzinsen Bargeld die allerbeste Variante für Liquidität vorzusorgen. Eignet sich etwa Gold noch besser?

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