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BARGELD IST GEPRÄGTE FREIHEIT - INITIATIVE "TASCHENGELD"

 

Die Münze Österreich setzt sich aufgrund ihrer Verantwortung für die Gesellschaft für den Erhalt von Bargeld und dessen nachhaltige Entwicklung ein. Die Regierung plant den Schutz des Rechts auf Bargeld in der Verfassung zu verankern. Der mündige Bürger muss frei entscheiden können, ob er seine Besorgungen und Geschäfte mit Bargeld oder in Form von elektronischen Zahlungsmethoden abwickeln möchte. In diesem Zusammenhang stellt die Münze Österreich eine Information zum Thema "Nutzung von Bargeld" und ihre Initiative "Taschengeld" vor.

Mag. Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze Österreich AG

Mag. Gerhard Starsich

Nutzen von Bargeld

Die wichtigsten Aussagen:

  • Österreicher tragen im Durchschnitt mehr Bargeld mit sich als Bürger im übrigen Europa: Österreicher haben im Schnitt € 74,00 bar in ihrer Geldtasche, Belgier € 50,00, Franzosen € 34,00. In Österreich werden vor allem kleinere Beträge gerne bar bezahlt: 96 % aller Zahlungen unter € 10,00 werden bar getätigt, 50 % der Zahlungen über € 100,00 werden in bar abgewickelt.(1)
  • Vor allem jüngere Menschen präferieren Bargeld, 88 % der 18- bis 24-Jährigen haben Bargeld bei sich und 78 % der 25- bis 34-Jährigen. Je jünger die Bürger sind, desto mehr setzen sie auf Bargeld.(2)
  • Die brandaktuelle Trendstudie von Marketagent.com(3) fand heraus, dass diese Altersgruppe im Durchschnitt € 35,00 bei sich hat. Ein Leben ohne Bargeld können sich 3 von 4 nicht vorstellen.

 Der Nutzen von Bargeld kann u.a. wie folgt zusammengefasst werden:

CAFÉ PULS BEITRAG VOM 28.8.2018

Puls 4 Beitrag

Die besten Spartipps: So bleibt am Monatsende mehr vom Geld

1_Recht auf Anonymität. wirtschaftliche Freiheit und Datenschutz

Die mit der Verwendung von Bargeld verbundene Anonymität dient dem verfassungsrechtlich gebotenen Schutz der informationellen Selbstbestimmung der Bürger.

Bargeld schützt vor der Dokumentation von Zahlungsvorgängen und somit vor einem Missbrauch der betreffenden Informationen durch Dritte. Sei es bei der Bezahlung äußerst persönlicher Leistungen (Arztbesuche) bis hin zur ungewollten Vermarktung der Daten für Werbezwecke.

Bargeld hilft den Überblick über Ausgaben zu behalten, es kann nicht mehr ausgegeben werden, als aktuell verfügbar ist. Außerdem sind diese Ausgaben nur für den Einzelnen – für den Zahlenden – transparent. Viele Bürger fürchten durch den bargeldlosen Zahlungsverkehr zum gläsernen Menschen zu werden.

Beispiel:
> Im Zuge eines bargeldlosen Einkaufs bei einem Juwelier besteht die Gefahr, dass Kriminelle sich Informationen zu diesen Zahlungsvorgängen beschaffen und diese Daten missbräuchlich verwenden.

Recht auf anonymität

2_Sicherheit und Kriminalität

Die Bekämpfung von Schattenwirtschaft und Kriminalität durch Abschaffung von Bargeld ist unverhältnismäßig und im Übrigen nur bedingt wirksam.

Man kann nicht per se alles abschaffen oder verbieten, was auch für illegale Aktivitäten genützt werden könnte.

Beispiele:
> Autos werden als Fluchtfahrzeuge verwendet – nach Raubüberfällen, Unfällen, Gewaltdelikten jeglicher Art.

> Mit Küchenmessern werden Menschen verletzt oder getötet. In Österreich wurden z. B. im Jahr 2014 bei Delikten mit Waffenverwendung am häufigsten Stichwaffen benutzt. (4)

Es ist nicht zu erwarten, dass Kriminelle als Alternative zu Bargeld in Zukunft nachverfolgbare Zahlungsmittel verwenden – sie agieren dann eben z. B. im Darknet. Kryptowährungen kämpfen noch acht Jahre nach der Einführung mit Imageproblemen, nicht nur wegen heftiger Kursschwankungen, sondern auch, weil sie sich wegen hoher Anonymität gut für illegale Geschäfte aller Art anbieten. Notenbanker und Ökonomen warnen zusätzlich vor der Gefahr von Spekulationsblasen.

Sicherheit und Kriminalität

3_Katastrophenschutz

Transaktionen mit Bargeld lassen sich jederzeit und überall abwickeln – egal, welche äußeren Bedingungen herrschen, welche Katastrophen hereinbrechen und welche Auswirkungen diese auf das Versorgungsnetz (Strom etc.) haben.

Beispiele:> Singapur machte sich bereits kurz nach der Jahrtausendwende Gedanken über die Abschaffung des Bargeldes, es gab hierfür sogar fertige Konzepte. Dann kam Ende 2004 das katastrophale Erdbeben im Indischen Ozean, das zahlreiche verheerende Tsunamis in den Küstenregionen auslöste und weit über 200.000 Todesopfer forderte. 1,7 Mio. Menschen wurden in den Küstengebieten obdachlos. Monatelang war die komplette Infrastruktur zerstört, der Wiederaufbau dauerte Jahre. Plötzlich war die Idee Bargeld abzuschaffen vom Tisch, denn Bargeld erwies sich in dieser Zeit als stabiles, unentbehrliches Mittel, um den Alltag zu meistern und das Leben langsam wieder in den Griff zu bekommen.
> Ausfall der elektronischen Zahlungssysteme: Zu Beginn des Jahres 2017 konnten die österreichischen Bürger und Bürgerinnen aufgrund eines technischen Gebrechens weder ihren täglichen Einkauf noch ihren Autotank oder ihre Schi-Karte per Bankomat bezahlen.(5)

Katastrophenschutz

4_Unabhängigkeit

Durch Bargeldzahlungen können Geschäfte ohne Mitwirkung von Dritten und ohne technische oder elektronische Infrastruktur getätigt werden.

Beispiel:
> Bare Vermögenswerte lassen sich sowohl im Inland als auch über Ländergrenzen hinweg ohne Mitwirkung Dritter (z.B. Banken) übertragen.

Aufbewahrungsfunktion für Vermögen ohne Mitwirkung Dritter.

Unabhängigkeit

5_Wahlfreiheit

Marktteilnehmer sollten die Wahlfreiheit haben, welche Zahlungsart – bar oder unbar – sie bevorzugen.

Die Möglichkeit, bar zu zahlen, ist auch eine Frage des Bürgerservices, etwa beim Kontakt mit Behörden und erhält den Bürgerinnen und Bürgern die Wahlfreiheit.

Wahlfreiheit

6_ Vertrauen

Bei einer Barzahlung erhält man eine Ware oder eine Dienstleistung für eine Geldleistung. Es muss nicht im guten Glauben gehandelt oder auf die Gegenleistung vertraut werden.

Der Geldwert wird durch die Nationalbank respektive den Staat garantiert.

Beispiel:
> Auto(ver)kauf unter Privatpersonen: verzögerte Zahlung (Überweisung, Kredit) erfordert Vertrauen.

Vertrauen

Die Broschüre "Bargeld ist geprägte Freiheit" herunterladen: 

Quellen:

(1) Studie Zahlungsmittelnutzung OeNB "Eine Analyse auf Basis von Erhebungsdaten von 1996 bis 2011" von Peter Mooslechner, Helmut Stix und Karin Wagner

(2) ING DIBA International Survey 2017

(3) Trendstudie von Marketagent.com, n= 3.115, Online Interviews, 14-29 Jahre, Erhebungszeitraum 7.6.-10.7.2017

(4) ORF.at „Mehr Anzeigen wegen Waffengewalt“ 17.07.2015 (http://oesterreich.orf.at/stories/2721851/)

(5) http://www.heute.at/wirtschaft/news/story/Problem-behoben--Bankomatkassen-funktionieren-wieder-30600706

Ziel der Initiative "Taschengeld" ist es, Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit Geld beizubringen und sie damit zu mündigen Bürgern zu machen.

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